Boxspring: Wundermittel gegen Frühjahrsmüdigkeit

Boxspring-Betten versprechen ein himmlisches bequemes Schlaferlebnis – da könnte auch die „Prinzessin auf der Erbse“ nicht meckern. Kein Wunder, denn mehr Unterfederung geht kaum: beim Boxspring ist die eigentlich Matratze noch einmal extra gefedert. Ein Matratzentopper, der sich den Körperkonturen anpasst, macht das Ganze perfekt.

Hierzulande kannte man Boxspring-Betten lange Zeit höchstens aus Hotels. In den USA und Skandinavien sind sie hingegen sehr verbreitet, im Gegensatz zum deutschen System mit Lattenrost plus Matratze. Wodurch lassen sich Boxspringbetten also charakterisieren?
  

achriproducts kornoe boxspring

Boxspringbett Kornoe von Archiproducts.

 

Boxspring – Aufbau und Vorteile

Die „Box“ ist beim Boxspring-Bett ganz wörtlich zu verstehen: dabei handelt es sich um einen Kasten, in dem sich die unterste Federung befindet. Diese ist mit Fasermatten und mit Stoff bezogen und besteht aus Sprungfedern wie sie auch in „losen“ Federkernmatratzen enthalten sind. Über diesem Rahmen, der leicht erhöht gelagert ist, damit Luft darunter zirkulieren kann, liegt die eigentliche Matratze. Bei amerikanischen Boxspring-Betten ist diese „Hauptmatratze“ meist bis zu 30 cm dick. Darauf thront dann noch der Topper, der den Körper noch zusätzlich abstützt. Beim klassischen skandinavischen Boxspring-Bett wird ein Topper direkt auf die gepolsterte „Box“ gelegt.

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Aufbau eines Boxspring-Betts. Foto: head2bed.

 

Traditionell sind Boxspring-Auflagen eher weich. Das liegt an den lokalen Vorlieben in den Ländern, wo diese am meisten verbreitet sind. Bei uns kann man jedoch die unterschiedlichen Härtegrade und Aufteilung der Zonen für die richtige Körperunterstützung im Handel individuell konfigurieren lassen.

 

 

Schwedisches Boxspring Bett.

Hierzulande eher untypisch: Boxspring als Einzelbett. Foto: HejSweden.

 

 

Durch ihren Aufbau liegt die Oberkante beim Boxspring-Bett bei etwa 60 cm über dem Bodenniveau. Das erleichtert den Einstieg und den Ausstieg aus dem Bett, was v. a. älteren Menschen entgegenkommt und auch bei Rückenschmerzen von Vorteil ist. Durch die übereinanderliegenden Schichten kommt außerdem eine gute Wärmeisolation zustande. Besonders luxuriöse Boxspring-Betten weisen zudem noch die Möglichkeit, die Höhe zu verstellen, das Kopfteil aufzurichten etc.

 

Hilton Boxspring

Bewährt im Hotelbetrieb – jetzt auch privat erhältlich: das Hilton Schlafsystem. Foto: Hilton.

 

Nicht zuletzt wirken Boxspring-Betten auch optisch sehr einladend. Da möchte man sich gerne hineinkuscheln!

Beachtenswertes

Auch nicht so ganz vorteilhafte Seiten gibt es allerdings. Zum Beispiel kann man unter einem Boxspring-Bett in den meisten Fällen nichts verstauen.

 

Verstellbares Kopfteil am Boxspring.

Noch mehr Schlafkomfort gibt es mit verstellbaren Betten. Foto: Luxusbetten.

 

Bei manchen Modellen können die einzelnen Matratzen nicht getauscht werden. Das sollte man jedoch in regelmäßigen Abständen tun. Experten empfehlen alle 5 bis 10 Jahre, um die Hygiene zu gewährleisten. Bei den vergleichsweise hohen Anschaffungspreisen von Boxspring-Betten zahlt es sich also aus.

 

Fotos:

Luxusbetten

Hilton

HejSweden

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