Designer & Fundstück: Studio Besau-Marguerre und ein Beistelltisch aus Porzellan

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Hinter dem Studio Besau-Marguerre stehen die beiden kreativen Köpfe Eva Marguerre, Jahrgang 1983, und Marcel Besau, Jahrgang 1980.

 

Vom Studium in die Selbstständigkeit

Nach dem Studium von Produkt- und Kommunikationsdesign in Karlsruhe und Wuppertal gründete das Paar im Mai 2011 sein eigenes interdisziplinäres Designstudio in Hamburg. 2014 wurden sie unter die Finalisten des German Design Award gewählt. Zu ihrem Repertoire zählt nicht nur Interior Design, sondern auch visuelle Kommunikation, Editorial Design und Styling. Einen größeren Bekanntheitsschub brachte dem Duo unter anderem die Entwicklung und Realisierung des Einrichtungskonzepts für die Elbphilharmonie in Hamburg.

 

Besau-Marguerre / FÜRSTENBERG Beistelltisch

 

Beistelltisch in Plissee-Optik

In Kooperation mit dem Studio Besau-Marguerre entwickelte die niedersächsische Traditions-Manufaktur FÜRSTENBERG einen Beistelltisch in Plissee-Optik komplett aus Porzellan. „Wir wollen die Weichheit, das Poetische, Zarte, das Sinnliche, das Verletzliche von Porzellan zeigen und haben unserem Beistelltisch deshalb einen textilen weichen Charakter gegeben, Plissee verbindet diese Aspekte“, erklärt das Designer-Duo seinen Entwurf. Spannend ist dabei aber nicht nur das Ergebnis, sondern auch der zugrundeliegende Gestaltungsprozess: Beim sogenannten generativen Design findet die Formfindung nicht mehr nur im Kopf des Designers statt – der Computer gestaltet den Kreativprozess mithilfe einer speziellen Software maßgeblich mit.

 

Beistelltisch in Plissee-Optik komplett aus Porzellan

 

Design trifft Technologie

Mit diesem Beistelltisch haben FÜRSTENBERG und Besau-Marguerre eine echte Innovation im Interior Design hervorgebracht. „Den Beistelltisch haben wir mit Hilfe einer für das Projekt entwickelten, generativen Software für ein CAD Programm generiert. Die Interaktion von Mensch und Computer ist ein spannendes Thema. Ausgefallenes und Unerwartetes mithilfe von Technologie – es ist das Zusammenspiel von Parametern, Algorithmen und Zufall, die ein feines Wechselspiel aus Gradlinigkeit und Asymmetrie erzeugen. Und es ist besonders spannend eine traditionelle Handwerkskunst wie die Herstellung von Porzellan mit einem generativen Gestaltungsprozess zu verbinden“, erläutert Marcel Besau den Kreativprozess. Eine spannende Herangehensweise, die zu einem neuen Einsatz des traditionellen Materials Porzellan in modernen Wohn- und Lebenswelten inspiriert.

 

 

Feines Wechselspiel aus Gradlinigkeit und Asymmetrie

 

 

Fotos: fuerstenberg-porzellan.com
www.besau-marguerre.de