Energieeffizienz am Neubau – die kluge Kombination macht’s

Wer mit Immobilien zu tun hat, weiß, dass man nie auslernt – zum Beispiel was energetische Belange angeht. Seit dem Jahr 1977 ist zum Beispiel gesetzlich festgehalten, dass der Energiebedarf von neu gebauten Häusern kontinuierlich sinken soll. Bereits 1977 – u.a. als Reaktion auf den „Ölpreisschock“ in den 70ern – wurde das „Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden“ erlassen.

Auf dessen Grundlage basiert die Energieeinsparverordnung – kurz EnEV –, die im Wesentlichen Bestimmungen zur Wärmeschutzverordnung, also zur Dämmung, und zur Heizungsanlagenverordnung vereint. Insbesondere spielt die EnEV bei Neubauten eine hervorgehobene Rolle. Zum 1. Mai 2014 treten mit der EnEV 2014 neue Regelungen in Kraft, die die bisher gültige EnEV von 2009 noch einmal verschärfen.

Haus_ZeichnungHohe Erwartungen

Die Anforderungen an Neubauten werden also im Laufe der Zeit immer höher. Plant man ein energetisches Konzept, kann man also nicht nur auf einzelne Komponenten setzen, sondern muss das Ganze im Blick haben. Erst durch die Kombination von allen baulichen Elementen, die den Gesamtenergiebedarf beeinflussen, kann eine maximale Wirkung erzielt werden.

Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr, denn durch das Zusammenspiel von hochwertiger Wärmedämmung und Isolierfenstern mit moderner Haustechnik lassen sich schon jetzt sehr gute Resultate erzielen.

Energiesparen bei der Warmwasserbereitung

Auf die Warmwasserbereitung entfällt im Durchschnitt etwa ein Drittel des Energieaufwandes im Haushalt. Hier ruht also erhebliches Einsparungspotential, je nachdem, welche Technik zum Erhitzen des Wassers verwendet wird.

Daneben müssen die Vorgaben der Trinkwasserverordnung hinsichtlich der Wasserqualität beachtet werden. Leitungswasser wird in Deutschland behördlich streng geprüft. Jedoch nur bis zum Hausanschluss. Damit sich Bewohner eines Wohnhauses immer sicher sein können, qualitativ einwandfreies Wasser zu erhalten, muss die Ausbreitung von gefährlichen Keimen wie zum Beispiel Legionellen zu verhindern.

In großen Warmwasserbehältern können sich jedoch Keime bilden und vermehren. Diese müssen laut der Trinkwasserverordnung in regelmäßigen Intervallen gereinigt und überprüft werden. Darum fallen neben den Kosten für die Warmwasserbereitung an sich zusätzlich noch Wartungskosten an.

Weitaus effizienter als Warmwasser in Großspeichern vorzuhalten, ist die Warmwasserbereitung bei Bedarf mittels einer Wohnungsstation. Eine solche Station benötigt auch weniger Energie als andere Arten der individuellen Warmwasserbereitung, wie zum Beispiel Durchlauferhitzer oder Gasbrennwertthermen.Wasser mit Blatt

Frischwasserstationen werden direkt in der Wohnung eingebaut und sind individuell und witterungsgeführt steuerbar. So geht Energie nicht unnötig verloren.  Außerdem entfallen Kosten für aufwendige Reinigungs- und Wartungsarbeiten.

Wohnungsstationen können sowohl mit einer Fußbodenheizung auch mit Heizkörpern – etwa einen Handtuchwärmer in Bad – kombiniert werden. Auch die Steuerung aus der Ferne über ein Hausautomationssystem ist möglich. So vereinen diese Anlagen Ansprüche an Hygiene und Energieeffizienz mit einem Höchstmaß an Komfort.

Frischluft und Raumklima

Sind Fassaden hoch gedämmt, muss auf einen regelmäßigen Luftaustausch geachtet werden, damit zum Beispiel überschüssige Feuchtigkeit aus den Wohnräumen nach außen befördert werden kann und sich nicht an den Wänden, was Schimmel begünstigen kann. Es wird empfohlen, mehrmals am Tag die Fenster vollständig zu öffnen, um einen Luftaustausch herbeizuführen. Jedoch ist es kaum machbar, im Alltagsleben die erforderliche Lüftungsfrequenz einzuhalten.

Hier bietet ein System zur kontrollierten Wohnraumlüftung die Lösung. Dieses sorgt für fortwährenden Luftaustausch und besitzt gegenüber der Fensterlüftung den Vorteil, dass dank eines Wärmetauschers die Wärme der Abluft auf die Zuluft übertragen wird. So werden die Heizkosten gesenkt. Die Lüftungsanlage selbst benötigt zum Betrieb nur wenig Strom. Zudem strömt die Zuluft durch Filter ein, die Staubpartikel und Pollen zurückhalten, was für ausgezeichnete Luftqualität in den Innenräumen sorgt.

Unter den Folgenden Links finden Sie ausführliche Beiträge zu Lüftungs- und Warmwasserbereitungssystemen sowie weitere Themen rund um energetische Belange.

http://schultheiss-wohnblog.de/category/fachbegriffe/

Link EnEV

Link Trinkwasserverordnung

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