Fliesen, Teil III: Formate und Verlegemuster

Hat man das richtige Material für den jeweiligen Verwendungszweck bestimmt, muss man sich zum Schluss noch für ein Format und für ein Verlegemuster entscheiden. Hier einige Anregungen …

Sowohl Kleinteiligkeit als auch Großformat sind absolut angesagt. Damit die richtige Raumwirkung erzielt wird und die Fliesen voll zur Geltung kommen, sollte man ein paar Faustregeln beachten.

Mosaikfliesen sind aufgrund ihrer geringen Abmessungen dafür prädestiniert, auf gewölbten Oberflächen eingesetzt zu werden. Sie eignen sich auch hervorragend dafür, in bestimmten Mustern angeordnet zu werden. Das wussten schon die alten Griechen und Römer, aus deren Zeit wunderschöne Mosaike erhalten sind und noch heute begeistern.

Mosaik und Großformat

Umgekehrt wirkt eine plane Wandfläche recht massiv, wenn die kleinen Steinchen streng in Reih und Glied sitzen. Beschränkt man sich auf Teilbereiche in Mosaik-Struktur auf einer ansonsten glatten Wand, kann weniger deshalb mehr sein.

Soll zum Beispiel im Badezimmer komplett gefliest werden, empfiehlt es sich, verschiedene Fliesenformate zu kombinieren. Zum Beispiel kann die Duschkabine in Mosaikoptik gehalten sein, während der Fußboden beispielsweise mit großen quadratischen Fliesen ausgelegt wird. Hat man vielleicht ein sehr kleines Badezimmer, sollten langgezogen-rechteckige Fliesen gewählt werden. Diese machen den Raum gefühlt länger bzw. an der Wand höher.

 

 

Möchte man einen streckenden Effekt erzielen, sollten die Fliesen parallel verlegt werden, am besten mit versetzten Fugen (Halbverband bzw. Drittelverband). Stimmen die Fugen überein, spricht man von Kreuzverband. Eine Variante davon ist, die Fliesen nicht parallel zu den Wänden, sondern diagonal dazu zu verlegen. Der Aufwand beim Verlegen ist hierbei allerdings größer, denn die Fliesen am Rand müssen zugeschnitten werden.

Fliesen verlegen

Für große Flächen eignet sich zum Beispiel ein Verlegeschema im „Römischen Verband“, das Fliesen unterschiedlicher Größe umfasst. Dabei wird eine größere Fliese mit mehreren kleineren flankiert. Ein sogenannter „Wilder Verband“ beinhaltet meist bis zu vier Fliesen verschiedenen Formats, die modulartig wiederkehrend verlegt werden.

 

 

Ebenso dekorativ und gediegen wie bei Parkett ist ein Fischgrätmuster. Klassische Optik  erzeugen  farblich abgesetzte Einleger. Diese können zum Beispiel vier- oder sechseckig sein und werden zwischen den einzelnen Fliesen platziert. So lassen sich sehr große Flächen gestalterische unterteilen.  Bei sehr hohen Räumen kann man zum selben Zweck zum Beispiel auch geflieste Schmuckbordüren im oberen Drittel des Raumes einbringen.

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