Kaufen statt mieten – wann lohnt es sich zu kaufen?

Kaufen statt mieten?

Steigende Mieten machen Wohnungssuchenden in Großstädten seit einiger Zeit das Leben schwer. Angesichts rekordverdächtig niedriger Zinsen für Immobilienkredite für den Neubau von Wohneigentum stellt der Kauf einer Immobilie eine durchaus attraktive Alternative zur Mietwohnung dar. Zumal das Zinstief auch seine Schattenseiten birgt: Sparguthaben werden gering verzinst und verlieren so aufgrund der Inflation über die Zeit an Kaufkraft.

Die Finanzierung von Wohneigentum ist somit oft günstiger ist, als man denkt. Ein Rechenbeispiel für eine 3-Zimmer-Stadtwohnung mit ca. 73 Quadratmeter Wohnfläche:

Der Kaufpreis beträgt 199.000 Euro. Hierfür nehmen die Käufer einen Kredit mit 2,4 % effektivem Zinssatz bei 10 Jahren Zinsfestschreibung auf. Als einmaliger Posten kommen noch Erwerbsnebenkosten für den Notar, die Grunderwerbssteuer etc. von 10.000 Euro hinzu. Diese Summe bestreiten die Käufer aus ihrem Eigenkapital, die Kreditsumme erhöht sich also nicht.

Monatlich sind 400 Euro Zinsrate zu zahlen. Die monatliche Nettokaltmiete in den meisten deutschen Städten für eine Neubauwohnung liegt in den meisten Fällen deutlich darüber.

Zusätzlich zur monatlichen Zinsrate fällt natürlich die Rate für die Tilgung des Kredits an. Man sollte allerdings beachten, dass dies keine eigentliche Ausgabe ist, sondern ein Beitrag zur Vermögensbildung: Jeder Euro, der für die Tilgung aufgewendet wird, bleibt de facto beim Käufer, denn die abbezahlte Wohnung – also der Sachwert – geht in das Eigentum des Käufers über. Die Monatsmiete verschwindet im Gegensatz dazu auf nimmer Wiedersehen vom Konto, ohne dass dafür ein dauerhafter Gegenwert erworben wird.

Eine weitere erfreuliche Nachricht: Bei gleichbleibender monatlicher Zahlung nimmt die Zinsrate Monat für Monat ab, während die Vermögensbildung in Form der Tilgung um den Betrag der weniger bezahlten Zinsen zunimmt.

Zinschart

Zinschart 2015

Langfristig denken

Über den reinen Anschaffungspreis einer Wohnimmobilie hinaus, sind natürlich auch regelmäßige Rückstellungen für Instandhaltung, Modernisierung etc. einzukalkulieren. Doch diese Investitionen dienen dem Werterhalt der Immobilie und sind daher gut angelegtes Geld.

Ein „gepflegtes Scheckheft“ wird besonders dann relevant, wenn man über einen Wiederverkauf des Hauses oder der Eigentumswohnung nachdenkt. Eine solide in Stand gehaltene und stets modernisierte Bestandsimmobilie in guter Lage wird allen Prognosen nach auch in Zukunft einen guten Preis erzielen.

Denn dank der großen Anziehungskraft, die Städte ausüben, rechnen Wissenschaftler mit einer ungebrochen hohen Nachfrage nach Wohnraum. Eine Trendumkehr ist hier nicht in Sicht. Auch für Kapitalanleger ergeben sich dadurch gute Aussichten.

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