Safran – goldgelbe Köstlichkeit und Farbe

„Safran macht den Kuchen gehl…“

… diesen Spruch kennen die meisten aus dem Kinderlied „Backe, backe Kuchen“. Dass Safran eine Blume, Gewürz und Farbe zugleich ist, ist jedoch weitaus weniger bekannt. Safran ist eine Krokusart und gehört zur Familie der Schwertliliengewächse, die erst im Herbst mit zartlila Blüten erblüht. Lediglich die orangeroten Narbenschenkel (Fäden) der Blume sind es, die später den Weg in die Küche finden.

 

Das Gewürz Safran

Als Gewürz gibt Safran den Speisen eine satte, goldene Farbe, ebenso wird ihm eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Die unterschiedlichen Aromastoffe, die in Safran stecken, sorgen für eine vielfältige Würze.

Foto Heino Banderob gefunden aufwww.Essen-und-trinken.de

Quelle: Foto Heino Banderob gefunden auf www.essen-und-trinken.de

In der Antike galt Safran als Luxusgewürz, das eher den Vermögenden zustand und ein Zeichen von Macht und Wohlstand war. Das ist auch kein Wunder, denn auch hier gilt ohne Fleiß kein Preis, da Safran in mühevoller Handarbeit geerntet werden muss. In Deutschland ist Mitte Oktober Erntezeit und da heißt es schnell sein. Die Blumen sprießen an einem Tag und werden am selben Abend geerntet, das Ziehen der Fäden erfolgt noch in der gleichen Nacht. Für ein Kilo Safran müssen rund 150.000 Blüten geerntet werden.

Website Safran_photo5Foto und weitere Infos rund um Safran erhalten Sie hier: www.wachauer-safran.at

 

Heutige Anbaugebiete

Über 90 % der Safranbestände kommen aus dem Iran. Seit 2006 wird Safran in Kleinstmengen auch in Österreich und seit 2012/13 in Deutschland angebaut.

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Quelle: „Safran-Weinviertel Niederreiter 2 Gramm 8285“ von Hubertl – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons

Eine Farbe im Wandel

Nicht nur als Geschmackszutat, sondern auch als Farbstoff ist Safran schon geraume Zeit bekannt. Im alten Ägypten wurde Safran zum Färben von Textilien verwendet. Im alten China galt die Farbe Gelb als Symbolfarbe des Kaisers und war den Normalbürgern sowohl für Kleidung als auch im Heim verboten. Anders bei den Römern: Die römische Liebesgöttin trug ein safrangelbes Gewand, daher wurde im Mittelalter der Spieß umgedreht und es wurde die Farbe der Dirnen. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde die Farbe Gelb oft in diskriminierender Weise verwendet. Gelb gilt auch als Farbe des Neides oder der Geächteten.

Kaiser Qianlong in offizieller Staatsrobe, safranfarben

Kaiser Qianlong in offizieller Staatsrobe

Safran als Farbton immer beliebter

Heute wird Safran als Modefarbe oder auch Wandfarbe eingesetzt und bringt eher die positive symbolische Wirkung der Farbe zur Geltung: wie Licht, Gold und Wärme. Auch wenn Safran als Modetrendfarbe nicht mehr ganz aktuell ist, auf der letzten Fliesenmesse wurden gelbe Fliesen als „neue Trendfarbe“ vorgestellt und auch bei den Sitzmöbeln findet die Farbe gefallen.

 

 

Beitragsbild: WACHAUER SAFRAN/Kaar

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