So brutzeln die Spanier: auf dem Plancha-Grill

Plancha ENO
von Christina Kaiser

Es ist eine spanische Tradition, die auch bei Grillfreunden in Frankreich sehr beliebt ist und nun auch hierzulande immer mehr Anklang findet: Grillen à la Plancha.

Auf einer großen Platte, die etwa aus emailliertem Stahl oder Edelstahl gefertigt ist, lassen sich alle erdenklichen kulinarischen Köstlichkeiten zubereiten.

Gebrutzelt wird dabei bei bis zu 350 Grad Celsius. Durch die hohen Temperaturen verdampfen Fette und Flüssigkeiten – etwa von der Marinade – nicht wie herkömmlich, sondern sie schweben förmlich über der heißen Grill-Platte. Das Grillgut kann die Gewürze und Aromen dadurch besser aufnehmen, es wird quasi von ihnen imprägniert.

 

Daher heißt es beim Plancha-Grillen: Ordentlich leckere Marinade auftragen! Die kann wiederum nicht wie beim normalen Grillen ins offene Feuer herabtropfen und eine Stichflamme auslösen, da die Plancha-Platte ja geschlossen ist.

Überschüssiges Fett wird von einem Behälter aufgefangen. Dank der geschlossenen Platte kommen die zu brutzelnden Leckereien auch nicht direkt mit den Flammen in Kontakt.

In null Komma nichts fertig

Weiterer Vorteil: Garnelen und andere Meeresfrüchte sowie kleineres Grillgut können nicht wie beim Grillrost von den Stäben purzeln. Deshalb lassen sich ausgefallenere Gerichte zaubern. Auf einer emaillierten Platte lassen sich sogar Spiegeleier braten.

 

 

Allerdings haben Plancha-Gourmets eines zu beachten: Durch die hohe Temperatur ist das Grillgut in null Komma nichts fertig gebrutzelt. Daher heißt es: aufpassen, dass nichts anbrennt!

Bildnachweis: VeryCook, Eno.