Unser Urban-Gardening-Experiment: Die Fensterbank als Kleinstgarten

In der Stadt haben es Hobbygärtner meist nicht leicht, denn Flächen, wo man den „grünen Daumen“ nach Herzenslust ausleben kann, sind rar. In vielen älteren innerstädtischen Wohnhäusern gibt zudem es oft weder Terrasse noch Balkon. Zwar kann man auch mit Zimmerpflanzen ein bisschen Grün in den Alltag bringen. Doch viele schöne Sommerblumen, Gemüsepflanzen etc. gedeihen […]
In der Stadt haben es Hobbygärtner meist nicht leicht, denn Flächen, wo man den „grünen Daumen“ nach Herzenslust ausleben kann, sind rar. In vielen älteren innerstädtischen Wohnhäusern gibt zudem es oft weder Terrasse noch Balkon. Zwar kann man auch mit Zimmerpflanzen ein bisschen Grün in den Alltag bringen. Doch viele schöne Sommerblumen, Gemüsepflanzen etc. gedeihen […]

In der Stadt haben es Hobbygärtner meist nicht leicht, denn Flächen, wo man den „grünen Daumen“ nach Herzenslust ausleben kann, sind rar. In vielen älteren innerstädtischen Wohnhäusern gibt zudem es oft weder Terrasse noch Balkon. Zwar kann man auch mit Zimmerpflanzen ein bisschen Grün in den Alltag bringen. Doch viele schöne Sommerblumen, Gemüsepflanzen etc. gedeihen nur außen richtig.

Die einzige Möglichkeit, die bleibt, ist das Fensterbrett. Wir werden uns in dieser Saison im Rahmen eines eigenen kleinen Urban Gardening-Experiments als Fensterbank-Gärtner versuchen und Fortschritte, Erfolge und Misserfolge hier auf unserem Wohnblog festgehalten.

Als Versuchskaninchen dienen zunächst einige vorgezogene Erdbeerpflanzen. Außerdem wird etwas gemischtes Saatgut eingesät, welches hoffentlich bald aufkeimen wird.

Wichtig: Absturzsicherung

Damit nichts passieren kann, sollte man sich also zunächst Gedanken darüber machen, wie man die Pflanzbehälter vor dem Absturz bewahrt. Provisorisch haben wir unsere Erdbeerpflanzen mit Paketschnur, die wir durchs Fenster nach innen geführt haben befestigt. Das ist aber natürlich keine Dauerlösung.

Da unser Test-Fensterbrett über keine vorinstallierte Haltevorrichtung verfügt, mussten wir uns etwas anderes überlegen. Zunächst dachten wir an eine Teleskopstange, die sich einfach in höhe des Pflanzkastens in die Fensterlaibung klemmen lässt und diesen am Abrutschen nach vorne hindert. Ein entsprechendes Produkt, das auch für die Anwendung im Außenbereich geeignet ist, hat sich allerdings in der Angebotspalette von Baumärkten nicht ausfindig machen lassen.

Wir mussten uns also anderweitig behelfen. Die Auswahl an geeigneten Befestigungsmethoden ist allerdings eher eingeschränkt, wenn man zur Montage die Hauswand nicht anbohren will oder darf.  Nach einigem Hin- und Hergoogeln sind wir auf ein paar Alternativen gestoßen:

Beim Vario Fix-System der Firma Häckel wird eine ausdrehbare Stange mit einer Halterung für den Blumenkasten kombiniert. Außerdem besteht die Möglichkeit, schmucke Zierblenden vorne anzubringen. Diese Vorrichtung verhindert laut Hersteller einen Absturz auch bei starkem Wind.

http://www.vario-fix.de/info_blumenkastenhalterung.htm

In der Standardausführung gibt es den Vario Fix ab ca. 24 Euro.

Eine optisch sehr schöne Lösung bietet die Firma Tietz Metalldesign mit ihrem Blumenkastenhalter für Aluminiumfensterbänke. Dieser besteht aus Edelstahl und wird vorne an der Kante festgeklemmt. Die Klemmen sind gepolstert, so dass keine Abdrücke im Aluminium entstehen.

http://www.blumenkastenhalterung.com

Blumenkastenhalterung der Firma Tietz.
Blumenkastenhalterung der Firma Tietz.

Mit einem Preis von ca. 56 Euro ist diese Variante sicher nicht ganz billig, aber dafür auch sehr stilvoll.

Wie es billiger und dazu ganz simpel geht, zeigt dieses Video eines gutefrage.net-Users:

http://www.gutefrage.net/video/so-kann-man-den-blumenkasten-am-fensterbrett-anbringen

Allerdings benötigt man hier auch ein Fensterbrett, das stabil genug ist, damit keine Abdrücke von den Schraubzwingen entstehen.

Wir haben nun für den Vario-Fix entschieden und sind positiv überrascht. Die Montage erwies sich als überraschend unproblematisch. Der Blumenkasten lässt sich auch einfach einsetzen  und wieder entnehmen, so dass man ihn während kühler Nächte einfach nach innen stellen kann.

 

Fotos:

    • Firma Häckel
    • Firma Tietz
    • Dagmar Köhnlein

 

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