Was ist eigentlich Feng Shui?

Yin-Yan

Einrichtungstrends kommen und gehen. Nicht so Feng Shui – denn diese Lehre ist bereits über 3.000 Jahre alt. Wörtlich übersetzt bedeutet Feng Wind und Shui Wasser. Tatsächlich handelt es sich um Ratschläge, wie man sich die Naturgeister gewogen machen kann. Ziel ist, den Menschen und seine Umgebung zu harmonisieren und den Energiefluss – da Qi oder Chi – möglichst nicht zu behindern.

Feng Shui ist also weniger ein Stil als eine Weltanschauung und als solche sehr umfangreich. Den Grundsätzen folgend kann man das Wohnzimmer gestalten, aber auch das ganze Leben. Das Tolle dabei ist allerdings, dass sich Feng Shui in der Kombination mit nahezu allen anderen Wohnstilen verwirklichen lässt.

Kurz gesagt, beruht die Feng Shui-Philosophie auf der Annahme, dass alle Dinge den fünf Elementen Feuer, Metall, Erde, Holz und Wasser zugerechnet werden können. Die Zuordnung ist allerdings nicht immer ganz offensichtlich.

 

 

Die Elemente stehen darüber hinaus sowohl mit Farben als auch mit menschlichen Körperorganen in Verbindung. So wird zum Beispiel Feuer durch Rot- und Orangetöne symbolisiert und mit dem Mund verknüpft. Hinzu kommt noch die Bezugnahme auf eine Himmelsrichtung. Der Norden gehört beispielsweise zum Wasser. Außerdem wird auch Formen ein besonderes Augenmerk gewidmet.

Zyklen und Raster

Ausgehend von diesen Prinzipien ergibt sich das sogenannte Bagua-Raster, mit dessen Hilfe ein sich immer wieder gegenseitig bedingendes und aufhebendes Ineinanderübergehen der Elemente sicherstellen lässt. Dann fließt das Chi und es entsteht kein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang, dem männlichen und weiblichen Prinzip, die ebenfalls allen Dingen innewohnen.

Bagua-Felder
Bagua-Quadrat (Abbildung: www.farbenundleben.de)

Anhand dieses Bagua-Rasters kann man zum Beispiel beim Neubau eines Hauses dessen Grundriss von Anfang an nach Feng Shui ausrichten. Oft ist es aber nicht möglich, die Ausrichtung eines Hauses oder einer Wohnung frei zu wählen. Dann kann man dem Chi-Fluss aber auch schon durch ein paar Tricks und Kniffe auf die Sprünge helfen.

Laut Feng Shui ist der beste Aufenthaltsplatz in einem Raum dort, wo man mit dem Rücken zur Wand steht, liegt oder sitzt und sowohl Türen und Fenster im Auge hat. Negativ wirken sich Spitzen und scharfe Ecken aus, die direkt auf den Menschen deuten. Diese entziehen Energie und machen Entspannung oder auch Konzentration zunichte. Feng Shui-Jünger achten daher schon beim Möbelkauf auf abgerundete Ecken.

Feng Shui im Garten

Die Regeln des Feng Shui lassen sich natürlich auch im Garten anwenden. Auch hier gilt es, eine Balance zwischen Pflanzenbewuchs und Freiflächen, ruhigen und aktiven Bereichen herzustellen.

 

 

Bei der Gartengestaltung nach Feng Shui kann man sich ebenfalls wieder an dem Bagua-Raster orientieren. Es zeigt zum Beispiel auf, welche Farbauswahl bei Blühpflanzen sich anbietet und wo das Gemüsebeet am besten aufgehoben ist.