Jetzt geht’s um die Wurst: Neues Nürnberger Bratwurstmuseum

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Eine kleine Wurst mit großartiger Geschichte. Der Schutzverband Nürnberger Bratwürste e.V. bewahrt seit vielen Jahren die Bekanntheit der Nürnberger Bratwurst. Jetzt hat er dafür gesorgt, dass die kulinarische Köstlichkeit eine neue Heimat inmitten der Stadt bekommt. Ende 2021 öffnete das Nürnberger Bratwurstmuseum am Trödelmarkt seine Türen.

Gerade mal sieben bis neun Zentimeter lang und 20 bis 25 Gramm schwer ist sie: Und doch ist kaum ein anderes heimisches Lebensmittel so emotional mit Nürnberg verbunden wie die Nürnberger Rostbratwurst. Ihre über 700-jährige Kulturgeschichte ist jetzt im neuen Nürnberger Bratwurstmuseum am Trödelmarkt erlebbar.

Besucherinnen und Besucher werden eingeweiht in Sagen und Legenden, erhalten Einblick in die romantische Verklärung der Bratwurst durch die Reichsstadt, sehen historische Bilder und Exponate vom im Zweiten Weltkrieg zerstörten „Bratwurstglöcklein“ und erfahren, was hinter dem Darreichungskanon 6,8,10 oder 12 Stück steckt. Das Nürnberger Bratwurstmuseum beschäftigt sich außerdem mit der langen Tradition der Nürnberger Metzgerhandwerkskunst und zeigt die bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts geltenden strengen Qualitäts- und Herstellungsrichtlinien für die Wurst.

Die Rezeptur der Nürnberger Rostbratwürste ist genau festgelegt: Als Ausgangszutat darf nur grob entfettetes Schweinefleisch verwendet werden. Neben der mittelgroben Körnung ist ein weiteres besonderes Merkmal, dass die Nürnberger ausschließlich im Schafsaitling abgedreht werden. Vor allem aber überzeugen die Nürnberger Rostbratwürste durch ihre typische Majoran-Würzung. Als begleitende Gewürze werden Pfeffer, Salz, Muskat, Kardamom und Ingwer verwendet.