Smarte Technik gegen Einbrecher

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Immer mehr Immobilienbesitzer entscheiden sich in Sachen Einbruchschutz für smarte Haustechnik oder komplette Smart-Home-Systeme. „Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, das eigene Haus oder die eigene Wohnung vor Einbrechern zu schützen – von mechanischen Verriegelungen über klassische Alarmanlagen bis zu technischen Geräten wie Überwachungskameras. Lösungen, die sich auch von unterwegs über das Smartphone steuern lassen, werden dabei immer beliebter“, weiß Dirk Bienert, Geschäftsführer der Blockalarm GmbH. Für den SCHULTHEISS-Wohnblog stellt der Haussicherheitsexperte die aktuellen Trends im Einbruchschutz vor:

Überwachungskameras

Unternehmen und Einzelhändler nutzen schon lange Überwachungskameras. Immer häufiger setzen jedoch auch Privatpersonen diese Technik im Innen- und Außenbereich ihrer Häuser und Wohnungen ein. In der Regel sind Kameras mit Bewegungs- und Geräuschmeldern gekoppelt und reagieren, sobald sie Bewegungen erkennen. Gleichzeitig starten sie die Aufzeichnung und schicken Livebilder auf mobile Geräte. Sind Bewohner zu Hause, können sie beispielsweise sehen, wer vor der Tür steht. Bei Kameras mit Internetzugang lassen sich die Bilder per App von jedem Ort der Welt aus abrufen. Im Einbruchsfall kann dann auch die Polizei benachrichtigt werden, während die Kamera Beweisbilder aufzeichnet.

Anwesenheit simulieren durch Smart-Home-Systeme

Vernetzte Haustechnik lässt sich so programmieren, dass Einbrecher bereits vor dem Einstiegsversuch abgeschreckt werden können. Vermuten Täter nämlich Bewohner im Haus oder in der Wohnung, ziehen sie häufig weiter. Deshalb empfiehlt es sich, über intelligente Technik bei Abwesenheit hin und wieder Licht, Fernseher oder Radio einzuschalten. Auch die Rollläden regelmäßig runter- beziehungsweise hochzufahren, simuliert Anwesenheit. Über Smart-Home-Systeme oder Apps steuern Bewohner einzelne Geräte dabei beliebig oder stellen feste Zeiten ein. Doch auch smarte Steckdosen oder einfache Zeitschaltuhren bieten solche technischen Möglichkeiten.

Sensoren

Auch Sensoren erhöhen die Sicherheit im Eigenheim. Angebracht an Lichtschalter, Fenster oder Türen reagieren sie auf Kontakt und melden, wenn Schalter betätigt oder die Einstiegswege geöffnet beziehungsweise eingeschlagen oder aufgebrochen werden. Moderne Fenstergriffe lassen sich sogar mit Erschütterungssensoren ausstatten, die melden, wenn jemand versucht gewaltsam einzudringen. Sensoren können auch mit weiterer Smart-Home-Technik gekoppelt werden, sodass bei ihrer Aktivierung gleichzeitig beispielsweise grelle Beleuchtung, Alarmtöne oder die Aufzeichnung der Überwachungskamera anspringen. In der Regel ergreifen Einbrecher in solchen Fällen die Flucht.

Bedienung von unterwegs

Techniklösungen, die sich über Apps steuern lassen, sind von Anwendern auch von unterwegs aus zu nutzen. Schnell nachsehen, was vor der eigenen Haustür oder im Garten los ist, die Rollläden runterlassen oder das Licht im Hauswirtschaftsraum ausmachen, weil man es vergessen hat – dies alles ist per Smartphone, Tablet oder Laptop jederzeit möglich. Andersherum erhalten Bewohner eine Meldung, wenn ihre intelligente Sicherheitstechnik Alarm auslöst. So können sie auch von jedem anderen Ort aus Notfallkontakte oder die Polizei benachrichtigen und versuchen, über Warntöne oder vernetzte Lautsprecher den Täter von seinem Einbruchsversuch abzubringen.

Heimmodus

Manche modernen Alarmanlagen lassen sich mittlerweile auch im sogenannten Heimmodus verwenden, sodass die Systeme ebenfalls Gefahren melden, wenn sich die Bewohner im Haus befinden. In dieser Einstellung findet keine Überwachung des Hausinneren statt, sondern der Schutz erfolgt über die Außenhautüberwachung. Sicherheitssysteme mit diesem Modus können zwischen alltäglichen Geräuschen wie dem Öffnen eines Fensters zum Lüften und denen unterscheiden, die zum Beispiel beim gewaltsamen Aufhebeln entstehen.