Wohn-Riester: Förderung vom Staat für das Eigenheim als Altersvorsorge

wohnriester

Bei einer Riester-Rente wird Ihnen bei Rentenbeginn eine monatliche Rente zusätzlich zu Ihrer Altersrente gezahlt. Möchten Sie im Alter lieber mietfrei in einer eigenen Immobilie wohnen, dann ist die Wohn-Riester interessant. Die sogenannte Eigenheimrente können Sie für die Darlehenstilgung nutzen oder mit ihr einen Teil des Kaufpreises bezahlen.

Grundsätzlich unterscheidet sich Wohn-Riester nicht von einem Riester-Renten-Vertrag. Beide Vertragsarten werden staatlich gefördert. Auch bei den Voraussetzungen für den Erhalt der Zulagen gibt es keine Unterschiede. Wer mit einem Riester-Vertrag für das Alter vorsorgt, kann das angesparte Kapital entweder bis zu 75 Prozent oder vollständig für den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum oder von Genossenschaftsanteilen verwenden. Die Entnahme kann dabei während der Ansparphase unmittelbar zum Erwerb oder zu Beginn der Auszahlungsphase zur Entschuldung des selbst genutzten Wohneigentums erfolgen. Eingeführt wurde außerdem die Förderung der Tilgungsleistungen bei Darlehensverträgen und (Kombi-)Bausparverträgen für den Erwerb von Wohneigentum. Die gewährten Zulagen können vollständig für die Darlehenstilgung eingesetzt werden.

Welchen Steuervorteil und welche Zulagen bekomme ich mit Wohn-Riester?

  • Sie erhalten jährlich maximal 175 Euro Grundzulage.
  • Für jedes vor 2008 geborene Kind gibt es jährlich 185 Euro Kinderzulage. Ist Ihr Kind nach dem 31. Dezember 2007 geboren, erhalten Sie sogar 300 Euro Kinderzulage. Die Kinderzulage bekommen Sie, solange Ihnen auch Kindergeld für dieses Kind gezahlt wird.
  • Sie sind noch keine 25 Jahre alt? Dann erhalten Sie einmalig einen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.
  • Ihre jährlichen Einzahlungen in den Vertrag können Sie in Ihrer Steuererklärung als Sonderausgaben angeben. Das Finanzamt prüft dann, ob Ihnen auch ein Steuervorteil gewährt werden kann.

Um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten, müssen Sie im aktuellen Jahr vier Prozent Ihres Vorjahreseinkommens in Ihren Vertrag einzahlen. Auf diesen Mindesteigenbeitrag werden die im Beitragsjahr gewährten Zulagen angerechnet. Die geleisteten Aufwendungen für einen Altersvorsorgevertrag können seit 2008 bis zu einer Höhe von 2.100 Euro (abzüglich Zulage) steuerlich geltend gemacht werden.

Achtung, Besteuerung!

Wie bei allen Riester-Verträgen muss auch das in der Erwerbsphase steuerlich geförderte Kapital, das für wohnungswirtschaftliche Zwecke verwendet wurde, im Rentenalter nachgelagert besteuert werden. Diese Steuerschuld wird mit Hilfe eines sogenannten Wohnförderkontos ermittelt, welches den entnommenen Kapitalbetrag, die Tilgungsleistungen und die gewährten Zulagen erfasst und jährlich mit zwei Prozent verzinst wird. Bei Renteneintritt kann zwischen einer kontinuierlichen Besteuerung über bis zu 25 Jahre oder einer einmaligen Besteuerung gewählt werden. Bei der Einmalbesteuerung werden nur 70 Prozent des Betrages auf dem Wohnförderkonto besteuert.

Angaben ohne Gewähr, Quelle: bmi.bund.de